Enabling Semantic Convergence
- Forschungsthema:Nutzung semantischer IDs (IRDI/IRI) und eines dezentralen Semantic-Description-Service-Konzepts, damit agentische Systeme volltextliche Konzeptbeschreibungen nachprüfen können
- Typ:Masterarbeit
- Datum:16.07.2026
- Betreuung:
- Links:Ausschreibung
-
In dieser Masterarbeit wird ein Proxy-Server, der Konzeptbeschreibungen im Netz bereitstellt, um die API für digitale Zwillinge erweitert. Ein AAS-Environment kann dort Beschreibungen hinterlegen, wenn diese noch nicht existieren. Mehrere solcher Server bilden ein Netz, in dem sie Bedeutungen wechselseitig vorhalten. Damit können agentische Systeme besser prüfen, was ein Konzept tatsächlich bedeutet.
MOTIVATION:
Mein Verständnis von Elektromotor kann ein anderes sein als deins. Wer Komponenten beschreibt, braucht aber eine gemeinsame Bedeutung, auf die sich alle einigen können. Normalerweise übernehmen das branchenweite Kataloge, die festlegen, welcher Begriff was meint. In solchen Katalogen fehlt in Grenzfällen jedoch genau das, was Ingenieure ausdrücken möchten. Ein dezentrales System soll es möglich machen, diese Lücken zu füllen und verschiedene Bedeutungen nebeneinander zuzulassen. Konzepte lassen sich über IDs im Netz referenzieren. Ursprünglich reichte das, um eine Bedeutung einmal nachzuschlagen. Heute wollen softwaregestützte Systeme wie KI-Agenten immer öfter den vollständigen Text hinter einem Konzept prüfen können. Ein dezentraler Service für solche Beschreibungen soll untersucht werden, um zu sehen, was sich davon für diese Systeme gewinnen lässt.
ZIELE:
Zunächst wird der State of the Art zu semantischen IDs, IRDI/IRI-Referenzierung und bestehenden Konzept-Repositories analysiert. Darauf aufbauend wird das Konzept der CDD-Proxy-App beziehungsweise des Concept-Stores um die AAS-API erweitert, sodass ein AAS-Environment dort Concept Descriptions hinterlegen kann, wenn diese noch nicht existieren. Anschließend werden Anforderungen aufgestellt, die das Proxy-Cache-Netzwerk erfüllen muss, damit mehrere Server Bedeutungen wechselseitig vorhalten können. Diese Anforderungen werden anhand eines Prototyps validiert, sodass sich bewerten lässt, inwiefern agentische Systeme vom semantischen Layer einer Fabrik profitieren.
HILFREICHE VORKENNTNISSE:
- Geringe Scheu vor Programmierung und Rapid Software Prototyping
- Hohes Interesse an grundlegenden Konzepten der Modelltheorie
- Interesse an Interoperabilität informationsmodellbasierter Systeme


